S1412701: Kommunales Brückenmanagement - nach der DIN 1076 NEU
11.03.2027 von – Uhr
In diesem Seminar werden die technischen Grundsätze und rechtlichen Anforderungen und Verantwortlichkeiten für die Prüfung und das Management von Brücken und Ingenieurbauwerken in Kommunen vermittelt.
Die Teilnehmenden sind anschließend in der Lage, selbständig die Brückenprüfung technisch sinnvoll und wirtschaftlich zu organisieren, auszuschreiben und zu bewerten.
Die Verantwortung für die Stand- und Verkehrssicherheit wird eindeutig abgegrenzt. Die Bewertung der Prüfberichte wird ebenso besprochen, wie die Mittelbeschaffung und Bewirtschaftung.
Laut einer Untersuchung des Rechnungshofes Rheinland-Pfalz aus dem Jahr 2021 und des Landesrechnungshofs Niedersachsen aus dem Jahr 2023, gibt es bei den kommunalen Baulastträgern erhebliche Defizite bei der Durchführung der notwendigen Brückenprüfungen, nach der in Deutschland rechtsverbindlich eingeführten DIN 1076 NEU für Bauwerke im Zuge von öffentlich gewidmeten Straßen und Wegen.
Der Versicherungsschutz der Kommunen für Haftpflichtschäden entfällt bei Schadensersatzansprüchen, wenn keine ordnungsgemäße Prüfung der Brücken nach DIN 1076 NEU erfolgt. Eine klare Stellungnahme der Versicherungsträger liegt dem Landesrechnungshof vor.
Sie erhalten alle Informationen für ein Brückenmanagement, um die erforderlichen Prüfungen der Brücken und Ingenieurbauwerke nach DIN 1076 NEU organisieren, ausschreiben und vergeben zu können.
Die neue DIN 1076 wurde im Januar 2026 vom Beuth-Verlag veröffentlicht.
Die neue DIN wird in unserem Seminar vorgestellt und die Änderungen gegenüber der Fassung von 1999 erläutert und diskutiert.
Diese DIN sollte von Kommunen künftig eingehalten werden.
Zum Jahresanfang 2027 wird sowohl die bereits veröffentliche neue DIN 1076 ( Ausgabe 2026) aus auch die neue Richtlinie zur Erfassung und Bewertung von Ergebnissen der Bauwerksprüfung (RI-EBW-PRÜF, Ausg. 2027) vom Bundesverkehrsministerium und vom Ministerium für Landesplanung und Infrastruktur des Landes Brandenburg offiziell eingeführt werden.
Im Seminar werden die Konsequenzen und Folgerungen aus den Brückeneinstürzen von Genua (Morandibrücke) und Dresden (Carolabrücke) aufgezeigt und diskutiert.
Seminarinhalte:
Technische Grundsätze und rechtliche Anforderungen
Verantwortungsbereiche im Rahmen des Brückenmanagements
Bewertung von Prüfberichten
Zielgruppe: | Technische Führungskräfte kommunaler Bauämter, Beschäftigte in kommunalen Bauverwaltungen. | ||
Termin | Meldeschluss | Dozenten | Gebühr |
11.03.2027 | 21.02.2027 | Herr Prof. Werner Pfisterer, Herr Olaf Reibetanz, Herr Erik Schindler | 259,00 € |
Ansprechpartnerin: Ann Hirse
Tel.: 0331 23028 22
E-Mail:
Veranstaltungsort
Panoramastraße 1, 10178 Berlin
Veranstalter
Zweckverband Brandenburgische Kommunalakademie
Am Luftschiffhafen 1
14471 Potsdam